Leserbrief Botschaft:

 

 

Das Departement Gesundheit und Soziales (DGS) lud am vergangenen Dienstag zur Informationsveranstaltung zur geplanten Asylunterkunft in Felsenau ein, an der Sie „das Vorhaben vorstellen und für Fragen zur Verfügung stehen“ sollten. Der Gemeinderat kam vorbereitet zu dieser Veranstaltung. Er hatte bereits in Dezember Fragen zu Kosten und organisatorischen Grundlagen nach Aarau geschickt. Zudem hatte er sich im Vorfeld mit den Anwohnern getroffen und praktische Fragestellungen zur Unterkunft zusammengetragen. Diese wurden dem DGS im Vorfeld zugestellt. Auch hatten die zurzibieter Grossräte bereits im Dezember eine Interpellation an den Regierungsrat eingereicht. Mit den erhofften Antworten sollte eine sachliche Grundlage gefunden werden, um zu entscheiden, ob Familien oder alleinreisende Männer in die Unterkunft einziehen sollen und welche langfristigen Folgen dies für die Gemeinde hat. Dem DGS war diese Ausgangslage zu 100% klar.

 

An der Veranstaltung kam es dann anders. Die Verantwortlichen informierten über allgemeine Tendenzen in der Asylfrage, machten allgemeine Feststellungen zur Sicherheit und legten ein paar Pläne einer möglichen Einrichtung der Unterkunft vor. Auf die im Voraus gestellten Fragen ging man nicht ein. Auch bei gezielten Nachfragen aus dem Publikum konnte (oder wollte) man keine Antworten geben. Zuerst müsse sich die Gemeinde entscheiden, welche Gruppe von Asylsuchenden man beherbergen wolle.

 

Die Fragestellung, wie sich die Gemeinde entscheiden kann, wenn grundlegende Angaben dafür fehlen, blieb unbeantwortet. Das DGS hätte ja nur für die zwei möglichen Gruppen ein konkretes Konzept vorlegen müssen. Eine Vorgehensweise, die in vielen Firmen und Verwaltungen zur Tagesordnung gehört. Mit jeder ausweichenden Antwort, stieg die Wut der Anwesenden höher. Der Gemeinderat hat alles unternommen, um die Diskussion auf der Sachebene führen zu können. Weil keine konkreten, sachlichen Angaben gemacht wurden, ist das DGS selber schuld, dass die Diskussion die Sachebene verlassen hat. Das Departement verfügt über Kommunikationsspezialisten und hat einen Mediator für die Veranstaltung engagiert. Es ist mir ein Rätsel, warum man mit dieser Hilfe nicht mehr liefern konnte.

 

Es liegt an uns, dafür zu sorgen, dass die Unterkunft mit 50 Asylsuchenden in geordneten Bahnen verläuft und dass wir den Ausbau mit weiteren 100 verhindern können.

 

 

Hansjörg Erne, Grossrat, Hagenfirst

 

 

 

Leserbrief AZ:

 

 

DGS verliert die Informationshoheit

Das Departement Gesundheit und Soziales (DGS) lud zur Informationsveranstaltung zur geplanten Asylunterkunft in Felsenau ein. Der Gemeinderat, die Anwohner und die zurzibieter Grossräte hatten im Voraus Fragen zur Unterkunft nach Aarau geschickt. Mit den erhofften Antworten sollte eine sachliche Grundlage gefunden werden, um zu entscheiden, ob Familien oder alleinreisende Männer in die Unterkunft einziehen sollen und welche langfristigen Folgen dies für die Gemeinde hat. Dem DGS war diese Ausgangslage zu 100% klar.

Antworten kamen keine. Vier Stunden kamen nur allgemeine Floskeln. Es wurde „gezielt“ nicht informiert. Das DGS ist selber schuld, dass die Diskussion die Sachebene verlassen hat. Das Departement verfügt über Kommunikationsspezialisten und hat einen Mediator für die Veranstaltung engagiert. Es ist mir ein Rätsel, warum man mit dieser Hilfe nicht mehr liefern konnte.

Es liegt an uns, dafür zu sorgen, dass die Unterkunft mit 50 Asylsuchenden in geordneten Bahnen verläuft und dass wir den Ausbau mit weiteren 100 verhindern können.

 

 

Hansjörg Erne, Grossrat SVP, Hagenfirst